„Sicher ist sicher“ – Hotel-Desaster

Oh man! Oh man!

Anders als mit „Oh man!“ kann ich diese Erzählung gar nicht anfangen!

Diejenigen welchen unter Euch, die schon den alten Gigis Erlebnisse-Blog kannten oder meine Bücher gelesen haben, wissen, dass es fast immer in einem Desaster endet, wenn der Opi und die Omi mal „etwas Neues“ ausprobieren wollen. Doof ist, wenn man auf Altbewährtes setzt und das auch im Desaster oder beinahe-Desaster endet. Das ist so schade und so doof und… einfach nur blöd!

Als wir am Samstag soooo lange durch Deutschland gefahren sind, wusste ich genau was mich erwartet. Ein hübsches, grosses Hotelzimmer mit Betten für alle… naja, ausser für mich. Aber dort in dem Hotel darf ich immer mit bei der Mami im Bett schlafen, also alles okay!

Ich wusste, dass ich im Badezimmer nicht so genau in die Ecken schauen darf. Es ist halt schwierig so ein altes Gemäuer immer Spinnen- und komplett Dreckfrei zu halten. Alles easy! Ich hatte eh nicht vor mich in den Ecken oder gar im Bad herumzutreiben. Da kommen die Omi und die Mami am Ende noch auf die Idee ich könnte mal wieder Duschen. Nein, danke! Kein Bedarf! Nasswerden ist nicht so mein Ding!

Ich wusste auch, dass der Opi und die Omi und die Mami sich an irgendeinem Punkt über die harten Handtücher unterhalten werden. Auch gar nicht so schlimm. Wenn man es weiss, kann man sich ja darauf einstellen.

Man kann über all das hinweg sehen, weil das Personal freundlich und das Essen im Restaurant göttlich ist.

Soweit die Theorie!

Am Samstagabend sind wir angereist. Okay, das Restaurant war an diesem Tag wegen geschlossener Gesellschaft geschlossen und da muss man nehmen, was man bekommt. Es war ja nett, dass man uns trotzdem bediente. Nur, warum war der Cappuccino nicht lecker? Ich hatte den so gut in Erinnerung. „Was ist da passiert?“, fragte ich mich.

Im Hotelzimmer ging es weiter. Tantchens Bettlagen hatte Löcher und es gab kein Schokolädli auf dem Kissen. Auch darüber kann man hinwegsehen. Die Omi hat nämlich versprochen, dass wir am nächsten Tag Schokoladen-Eis essen und Cappuccino trinken gehen. Das ist viel besser als so ein Mini-Schokolädli!

Am nächsten Morgen kam die Omi etwas verstört aus dem Badezimmer. Ja, die Ecken sind dreckiger als gewohnt, aber warum steht da ein fast leeres Mini-Duschgel-Fläschchen unseres Vorgängers in der Dusche?

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Sollen wir das etwa aufbrauchen? Eine Sparmassnahme?

Es stellt sich die Frage, wenn die Ecken so dreckig sind, dort Haare in einer Farbe und Länge herumliegen, die wir nicht haben…

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…ob die Dusche und das Badezimmer allgemein nach der Benutzung durch unseren Vorgänger gereinigt wurde.

Die Handtücher schienen zumindest (bretthart und zum Teil zerschlissen) aber frisch zu sein.

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Immerhin etwas. Und was die Dusche angeht. Selbst das Tantchen und der Onkel hätten Mühe sich unter die Brause zu stellen, weil der „Hochstell-Fixier-Knopf“ für den Brausenhalter defekt ist. Die Omi musste basteln. Ein Haar-Shampoo fixierte das Ding für sie.

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Die Frage ist, wie wird der Opi duschen, wenn er endlich da ist?! Der ist doch viel grösser als die Omi!

Ihr denkt jetzt sicher, das ist alles, oder?

Bätsch!

Nein, ist es nicht!

Die Qualität des Frühstücks ist, so glaube ich, Personal- und Wochentag-abhängig. Ist das Restaurant geschlossen – und das ist es bei geschlossener Gesellschaft, an Montagen und an Dienstagen, dann ist es scheinbar zu empfehlen wo anders zu frühstücken. An den anderen Wochentagen sind die Brötchen weich, die Butter hart, das Nutella lecker.

Sonntag, Montag, Dienstag war es leider anders:

Erster Morgen: Thermoskanne Kaffee auf dem Tisch, doofer Weise war die leer. Die leckere Wurst, auf die die Omi, das Tantchen und der Onkel sich so gefreut haben, gibt es nicht mehr. Auf Nachfrage (Wir haben tatsächlich zu irgendeinem Zeitpunkt Personal gesehen.) teilte man uns mit, dass es die aus Kostengründen äh, weil die so schwer zu besorgen ist, nicht mehr gibt. Ich greife zwar voraus, aber die Omi konnte im normalen Supermarkt einen 4er-Pack um 1.49 EUR kaufen. Im Grosshandel ist es sicher günstiger. Mit diesem 4er-Pack hätten die Omi, das Tantchen und der Onkel am 3. Morgen die Brötchen bestreichen wollen. Es gab genau drei mit Kernen und drei ohne Kerne. Alle irgendwie sehr hart und so gar nicht lecker. Hey, wenn der Onkel, der kleine Allesfresser mal etwas mit den Worten „Die Wurst wäre lecker, aber das Brötchen bäh bäh bäh“ liegen lässt…

Der Kaffee… an Tag drei gab es welchen. Ob er frisch war? Keine Ahnung. Lecker war er auf alle Fälle nicht! Möglicherweise hätte die Omi auch einfach früher zum Frühstück erscheinen müssen, als der Kaffee gerade ganz frisch durch die Maschine gelaufen war. Nur, auch die ausgestellte Wurst und der Käse waren nicht lecker anzusehen.

Die Frage, die ich mir auch gestellt habe, ist, möchte ich eine Schokoladen-Creme/Mousse, die am Vorabend sicher 2-3 Stunden ungekühlt auf einem Buffet herumstand am nächsten Morgen nach sicher auch 1-2 Stunden ungekühltem Buffet-Rumstehen zum Z’Morge essen?

Da bekommt man doch Mägeli-schlecht!

Ihr denkt jetzt wieder, das ich mit meinen Erzählungen fertig bin, oder?

Ich habe noch mehr!

Als wir am zweiten Reisetag zurück ins Zimmer kamen, waren die Bettdecken zusammengelegt, die Kissen aber noch in der Originalform inklusive Kopfabdruck, wie wir das Zimmer am Morgen verlassen hatten. Das Duschgel unseres Vorgängers stand immer noch in der Dusche.

Als wir am dritten Reisetag zurück ins Zimmer kamen, waren die Betten nicht gemacht. Das Badezimmer befand sich im gleichen Zustand, wie wir es verlassen hatten.

Ich will jetzt echt nicht eklig tun. Kennt Ihr das Gefühl, Ihr sitzt auf dem WC und braucht viel WC-Papier und dann sind nur noch 1-2 Blättchen Papier auf der Rolle? Das ist ja nicht so schlimm, wenn da eine Ersatzrolle wäre. Nur da war keine – da war von Anfang an keine!!

Ich erspare Euch weitere Details!

Ich bin wirklich sehr froh, dass wir am darauf folgenden Tag sowohl neues WC-Papier, als auch hübsch gebaute Betten und geputzte Waschbecken hatten. Alles war nett aufgeräumt. Dieser Zustand hielt sich auch bis zu unserer Abreise. Auch das Frühstück war von da an jeden Tag lecker, der Kaffee nie Mangelware und im Geschmack für Filterpfütze ganz okay.

Es ist fast ein bisschen so als hätte es die Omi wieder magisch angezogen. So lange der Opi nicht da war ein Ärgernis nach dem anderen und kaum ist er da ist alles (bis auf die dreckigen Badezimmerecken) perfekt.

Naja, nicht ganz. Unsere Handtücher wurden 7 Tage lang nicht gewechselt und dann einen Tag vor Abreise haben wir neue bekommen? Das verstehe ich auch nicht so ganz. Auf den einen Tag mehr wäre es echt nicht angekommen. Umweltschutz und so! Die Omi hätte das gleiche Handtuch ruhig noch ein achtes Mal gebrauchen können!

Nun wollt Ihr sicher gern wissen, ob die Omi und der Opi das Hotel noch einmal buchen würden. Grundsätzlich ja, denn bisher und an Tagen, an denen das Restaurant geöffnet ist, ist es gut dort. Die Mitarbeiter sind so höflich und zuvorkommen, dass man gern über ein paar nicht ganz so perfekte Sachen hinwegsieht.

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